Wissenswertes aus und über Oslo

Autoverkehr
In keiner anderen Stadt Europas wird man so viele Elektroautos sehen wie in Oslo, was auch damit zusammenhängt, dass man bei der Zufahrt in die Stadt mit jedem nicht umweltfreundlichen Fahrzeug eine bedeutende Citymaut zu bezahlen hat, nur sehr teure Parkplätze findet (im Zentrum 3 Euro für 30 Minuten) und in gewissen Stadtteilen nicht mit Benzin oder Diesel fahren darf. Um mit einem Diesel-Wohnmobil nach Oslo zu fahren, sind, zum Beispiel, bis zu 20 Euro allein für die Zufahrt fällig. Eine sehr sinnvolle Lösung ist also die "Umweltverschmutzer" außerhalb des Ringes zu parken und innerhalb der Stadt nur zu den sehr gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln zu greifen.
Weitere Informationen und Preise zur Citymaut in Oslo
 
Öffentliche Verkehrsmittel
Um Oslo zu erkunden, empfiehlt es sich grundsätzlich die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, also Busse, Straßenbahn (Trikken) und Metro, zumal die Fahrpreise hierfür relativ günstig sind. Wer nur einen Tag in Oslo verbringt, kann für 105 norwegische Kronen einen Tagesfahrschein erwerben und wer sich sich drei Tage oder länger in Oslo befindet, erhält für 249 norwegische Kronen eine Wochenkarte. Das Verkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut, so dass man, Sonntag ausgenommen, auch selten länger als fünf Minuten auf ein geeignetes Verkehrsmittel warten muss.
Weitere Informationen und Preise der öffentlichen Verkehrsmittel
 
Taxis in Oslo
Der Preis für ein Taxi setzt sich in Oslo aus mehreren Elementen zusammen, denn es wird ein Grundpreis berechnet, ein Kilometerpreis und die Zeit. Weiterhin ist der Preis von der Anzahl der Passagiere, der Uhrzeit, der Art der Bestellung und selbst dem Gepäck abhängig. Auch für eine relativ kurze Taxifahrt sollte man daher mit einem Minimum von 25 Euro rechnen, wobei die Fahrt vom Flughafen zum Zentrum tagsüber und außerhalb von wichtigen Feiertagen bei maximal 4 Personen nicht unter 70 Euro zu erhalten ist. Ein Osloer greift daher nur im Notfall zu einem Taxi, sondern bevorzugt die öffentlichen Verkehrsmittel, sollte er kein Elektroauto besitzen.
 
Bargeld und Kreditkarte in Oslo
In der Regel kann man in Oslo nahezu alles und überall mit Kreditkarte bezahlen, sollte dabei jedoch bedenken, dass man möglichst in norwegischen Kronen bezahlt, da sonst erhebliche Gebühren berechnet werden können. Im Gegensatz zu Schweden ist es in Oslo jedoch auch noch üblich mit Bargeld zu bezahlen, wobei einige preisgünstige Geschäfte ausländische Kreditkarten nicht akzeptieren, da sie mit ihren Banken kein entsprechendes Abkommen haben. Bevor man daher ein Geschäft oder ein Restaurant betritt, sollte man auch nach dem kleinen Schild Visa, Mastercard etc. suchen, oder Bargeld in der Tasche haben. Will man mit seiner Kreditkarte norwegisches Geld ziehen, so sollte man daran denken, dass der Mindestbetrag oft bei 500 norwegischen Kronen liegt.

Preise in Oslo
Oslo gehört mit zu den teuersten Städten weltweit, was man bereits vor der Anreise bedenken sollte, denn während die Preise für Hotels noch im Durchschnittsniveau aller nordischen Städte liegen, so sind Lebensmittel um 20 bis 30 Prozent teurer als in Kopenhagen und um bis zu 40 Prozent teurer als in Stockholm. Bei einem Restaurantbesuch sollte man, auch bei günstigen Preisen, damit rechnen 50 Euro pro Person bezahlen zu müssen, allein für ein Hauptgericht und ein Glas Wein oder Bier. Selbst Mineralwasser ist in Oslo sehr teuer. Nur wer sich in Oslo sehr gut auskennt, findet auch etwas günstigere Stellen zum Essen und preisgünstigere Kaufhäuser.
Allgemeine Preise in Oslo und günstige Läden
 
Öffnungszeiten von Geschäften in Oslo
Die Öffnungszeiten von Geschäften sind in jedem nordischen Land anders geregelt. Während man daher in Schweden auch am Sonntag kein Problem hat ein offenes Geschäft zu finden, haben alle größeren Läden Oslos am Sonntag geschlossen, ausgenommen jenen, die ausschließlich touristischer Natur sind und, zum Beispiel, mit Sehenswürdigkeiten handeln. Dies kann insbesondere ein Problem für Kreuzfahrt- und Weekend-Besucher Oslos sein. Besonders zu beachten ist, dass die Läden in Oslo am Samstag spätestens um 18 Uhr schließen und während der Osterzeit sogar mehrere Tage über ganz geschlossen halten.
 
Hotels und andere Unterkünfte in Oslo
Es gibt in Oslo zahlreiche Unterkünfte unterschiedlichsten Standards. Der Preis der Unterkünfte entspricht im Schnitt jenem in Schweden oder Deutschland, wobei allerdings mehrere Faktoren eine Rolle spielen, denn eine frühzeitige Anmeldung ist meist günstiger als eine Buchung wenige Tage vor der Ankunft, und während eines bedeutenden Ereignisses können sich die Preise auch verdoppeln. Die Wahl zwischen Airbnb, Appartement, Jugendherberge und Hotel hängt vom persönlichen Anspruch ab, muss sich jedoch nicht unbedingt auf den Preis auswirken, da eine Jugendherberge (Doppelzimmer) mit Frühstück ebenso teuer sein kann wie ein Hotel mit drei Sternen in ruhiger Lage.
So lange man sich eine Unterkunft im Radius von etwa 1,5 Kilometer um das Rathaus sucht, kommt man mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel problemlos zu jedem pulsierenden Gebiet und jeder Sehenswürdigkeit Oslos. Wer etwas Geld sparen will, sollte auch an eine kostenlose Mitgliedschaft in einer der Hotelketten denken, z.B. Radisson, Scandic, Nordic Choice, Best Western usw., denn in diesem Fall hat man einige bedeutenden Vorteile, die wirklich nicht zu vernachlässigen sind, auch Vorteile finanzieller Natur.
Bevor man eine Unterkunft bucht, sollte man das Angebot allerdings sehr genau lesen, denn eine Unterkunft für 120 Euro ohne Frühstück wird bei zwei Personen teurer als ein Zimmer für 140 Euro mit Frühstück und kostenlosem Imbiss am Abend. Auch die Leistungen können sehr unterschiedlich sein, denn es gibt in Oslo Hotels mit Miniaturzimmern, ohne Rezeption, mit einem minimalen Reinigungsdienst und hoher Lautstärke, ohne dass sich dies deutlich auf den Preis auswirken muss.
 
Kaffee trinken in Oslo
Obwohl Finnland Norwegen mittlerweile den ersten Rang der Kaffeetrinker abgenommen hat, so trinkt man in Norwegen immer noch mehr Kaffee als im Rest der Welt, denn ein Norweger trinkt wochentags durchschnittlich vier Tassen Kaffee, und nur am Wochenende sinkt der Verbrauch auf drei Tassen. Nach Mittelnorwegen, das innerhalb Norwegens Meister im Kaffeetrinken ist, kommt bereits Oslo, wobei man in ganz Norwegen unter Kaffee normalerweise schwarzen Kaffee meint, dessen Geschmack nicht durch Milch oder Zucker verändert wurde. Neben den vier Großröstereien Norwegens, wovon sich zwei in Oslo befinden, gibt es mittlerweile zahlreiche Kleinröstereien, so dass man in einigen Cafés Oslos auch einen sehr individuell gebrannten Kaffee aus ausgewählten Kaffeebohnen erhalten kann. Allerdings liegt der Preis für guten Kaffee in Oslo auch weit über dem nordischen Durchschnitt, denn eine Tasse für 39 Kronen, knapp über 4 Euro, gilt als sehr günstig. Je nach Wahl des Cafés kann der Preis auch noch über 50 Kronen liegen. Als Trost kann man in vielen Stellen allerdings nachschenken, für den Preis also auch zwei Tassen oder mehr trinken. Wer in Oslo auf Kaffee nicht verzichten kann, jedoch vom Preis abgeschreckt wird, kann in Schnellimbissen auch Kaffee zu 15 Kronen pro Tasse finden, allerdings nicht in einer Porzellantasse.
 
Alkohol und Alkoholverkauf in Oslo
An Jugendliche unter 18 Jahren darf in ganz Norwegen keinerlei Alkohol verkauft oder ausgeschenkt werden, ab 18 Jahren ist der Zugang zu Alkohol mit einem Gehalt von bis zu 22 Prozent möglich und ab 20 Jahren kann Alkohol jeder Stärke gekauft und konsumiert werden.
Während man Alkohol mit einem Gehalt von bis zu 4,7 Prozent an Wochentagen auch in Lebensmittelgeschäften kaufen kann, ist der Verkauf von stärkerem Alkohol ausschließlich an das staatliche Vinmonopolet gebunden. In Oslo darf Alkohol von über 2,7 Prozent nur zwischen neun Uhr und 18 Uhr verkauft werden, ausgenommen an Sonn- und Feiertagen, dem 1. Mai und dem 17. Mai (Nationaltag Norwegens), denn an diesen Tagen ist jeder Verkauf von Alkohol verboten.
Alkohol ist in Norwegen weitaus teurer als in den anderen nordischen Ländern. Für eine Flasche einfachen Wein muss man in der Regel im Vinmonopolet mit mindestens 20 Euro rechnen, auch wenn einige wenige Sorte leicht unter diesem Preis liegen.
Autofahrer sollten bedenken, dass in Norwegen die Alkoholgrenze bei 0,2 Promille liegt, Freizeitboote noch mit bis zu 0,8 Promille gefahren werden dürfen und Kapitäne auf größeren Schiffen und von Freizeitbooten mit einer Länge von über 15 Meter sich an die gleiche Grenze halten müssen wie Autofahrer.
 
Der Kauf von Sex in Oslo
Auch wenn man in Oslo auf einen Straßenstrich stoßen kann, so sollte man auch als Besucher der Stadt wissen, dass in Norwegen zwar jede Person sich selbst für sexuelle Dienste verkaufen darf und die Einkommen daraus versteuern muss, aber der Kauf von Sex ist rechtlich verboten. Ein Besucher der Stadt, der über diese Weise an Sex kommen will, riskiert daher eine bedeutende Strafe, wobei ein Norweger sogar für den Kauf von sexuellen Diensten im Ausland bestraft werden kann. Es gibt in Oslo, aus rechtlichen Gründen, auch keine Bordelle, offiziell keine Zuhälter und keine Sexanzeigen im Internet. Prostituierte bieten sich daher in ganz Norwegen, etwas verschlüsselt, lediglich über Hostessen-Dienste an.
Auch wenn Norwegerinnen im statistischen Schnitt im Laufe ihres Lebens rund 12 verschiedene Partner haben, was für Europa relativ hoch ist, so ist es für den männlichen Besucher Oslos dennoch nicht sehr einfach an einen One-Night Stand zu kommen, auch wenn dies verschiedene Seiten auf Internet so darstellen. Wenn man daher nicht Mitglied eines einschlägigen Clubs ist, so wird man feststellen, dass Norwegerinnen sehr selbstbewusst sind und sich ihre Partner sehr genau auswählen. Eine kurze Anmache führt daher mit Sicherheit nicht zum Erfolg. Bei Websites, die gerne als Empfehlung genannt werden, sollte man bedenken, dass es sich dabei in fast allen Fällen um Dating-Seiten handelt in denen man sehr schnell auch auf Fake-Profile gerät, also nur Mitglied werden soll um dann, zumindest als Mann, kaum Chancen auf Erfolg zu haben.