Sehenswürdigkeiten in Oslo, der Hauptstadt Norwegens

Das Opernhaus in Oslo
Das Opernhaus in Oslo wurde erst 2008 eingeweiht und gilt als Meisterwerk der norwegischen Architektur. Das Gebäude besteht überwiegend aus Stein, Holz, Metall und Glas, wobei die Verkleidung aus Marmor aus Carrara kommt, der Marmor indes auf Grund eines chemischen Prozesses gelb wurde. Die Oper ist so gebaut, dass man zu Fuß auf das Dach der Oper gehen kann, wobei jedoch auch das Foyer sehenswert ist. Nahezu das ganze Jahr über wird täglich eine Führung in die Kulissen der Oper angeboten, wobei jeweils am Samstag auch eine Führung in deutscher Sprache stattfindet.
Mehr über die Oper (Den Norske Opera & Ballett) in Oslo
 
Das Rathaus in Oslo
Der Bau des Rathauses in Oslo dauerte nahezu 20 Jahre, da dem Gebäude zum einen mehrere ältere Bauten weichen mussten, zum anderen der Zweite Weltkrieg das Unternehmen aufhielt. Die norwegischen Architekten ließen sich bei den Plänen von Rathaus in Stockholm beeinflussen, was jedoch nicht bedeutet, dass es sich um eine Kopie handelt. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich das stündliche Glockenspiel, das abwechseln von den beiden Türmen erklingt, anhören und einen Besuch im Rathaus buchen, da die Dekoration des Rathauses aus Motiven aus der norwegischen Geschichte und der Kultur besteht.
Mehr über das Rathaus (Rådhuset) in Oslo
 
Das königliche Schloss in Oslo
Das königliche Schloss in Oslo wurde vom ersten König des Geschlechtes Bernadotte, dem schwedischen König Karl III. Johan, ab 1825 erbaut, wobei dieser einen dänisch-norwegischen Architekten damit beauftragte. Teile des Schlosses, der königlichen Residenz Norwegens, können lediglich im Sommer besichtigt werden. Die Wachablösung findet täglich um 13 Uhr 30 statt, wobei die Parade der Wache allerdings nur an wenigen Tagen des Jahres zu sehen ist. Auch wenn meist die Flagge des Königs auf dem Gebäude weht, so gibt es eine sehr strikte Regel welche Flagge an welchen Tagen zu sehen sein darf.
Mehr über das königliche Schloss (Det Kongelige Slott) in Oslo

Das Schloss Akershus in Oslo
Das Schloss Akershus in Oslo geht teilweise bis zum Ende des 13. Jahrhundert zurück, auch wenn es sein heutiges Aussehen erst im 17. Jahrhundert erhielt und seit dieser Zeit als eines der bedeutendste Renaissanceschlösser Norwegens gilt. In diesem Schloss werden mittlerweile auch die wichtigsten Staatsgäste empfangen. Eine Führung im Schloss, was ab 2019 erneut vorgesehen ist, führt in eine lange Geschichte Oslos, die vom Mittelalter bis zur Gegenwart reicht. In der Schlosskirche finden noch heute Gottesdienste und Konzerte statt, wobei die Konzerte ein akustisches Erlebnis sind.
 
Die Festung Akershus in Oslo
Die Festung Akershus wurde vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts gebaut und gilt als das mittelalterliche, befestigte Oslo, das nicht nur über eine Burg verfügte, sondern auch über etwa 50 Gebäude innerhalb der Burgmauern. Die Festung als solches wurde während seines Bestehens, auf Grund der strategischen Lage, nie vom Feind eingenommen und ist noch heute unter militärischer Verwaltung. Keine Stelle in Oslo lässt den Besucher Oslos so tief in das norwegische Mittelalter eintauchen wie die Festung Akershus. Von den Mauern aus hat man auch einen fantastischen Blick über Teile Oslos und den Oslofjord.
 
Die Kathedrale in Oslo
Oslo erhielt seine erste Domkirche nach dem großen Stadtbrand 1624, die jedoch bereits 1686 dann ebenfalls abbrannte, so dass Ende des gleichen Jahrhunderts der Grundstock für die heutige Kathedrale gesetzt wurde. Durch mehrere Umbauten ist jedoch auch von dieser Kirche heute nicht mehr sehr viel zu entdecken. Auch wenn das Schloss Akershus über eine Schlosskapelle verfügt, so wurden alle königlichen Hochzeiten Norwegens in der Domkirche abgehalten. Das älteste Kunstwerk der Kirche findet man im Fuß des Turmes, nämlich den sogenannten "Teufel von Oslo".

Die Sprungschanze Holmenkollen in Oslo
Auch wenn Holmenkollen in Oslo ein Villengebiet und ein bedeutendes, bewaldetes Ausflugsgebiet Oslos ist, so ist die touristische Attraktion, neben dem Skimuseum, die einzigartige Sprungschanze, die in der heutigen Form im Jahre 2011 entstand., obwohl der Skisprung am Holmenkollen-Hügel bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückreicht, wenn damals auchin weitaus bescheidener Form. Die Sprungschanze Holmenkollen gilt allgemein als ein Meisterwerk der modernen Architektur und wurde vom Architekturbüro JDS, das seinen Hauptsitz in Belgien hat, erbaut, wobei die Architekten dabei jedoch die traditionelle nordische Architektur vernachlässigten, sich andererseits allerdings ein Denkmal schufen.
 
Der Vigelandspark in Oslo
Der Vigelandspark in Oslo ist kein Park im Sinne des Wortes, sondern ein Skulpturenpark, der sich im sehr ausgedehnten Frognerpark befindet und jedes Jahr über eine Million Besucher anzieht. In diesem Skulpturenpark findet man 214 Skulpturen des bekannten norwegischen Künstlers Gustav Vigeland, die überwiegend entlang einer 850 Meter langen Promenadenstrecke liegen. Als Zentralstücke des Vigelandsparks gelten der Springbrunnen und der Monolith, der insgesamt aus 121 Figuren besteht und mit einer Höhe von 17 Metern die Anlage dominiert. Der Vigelandspark in Oslo gilt als eines der bedeutendsten Werke der Nationalromantik Norwegens.
 
Die Strandpromenade Stranden in Oslo
Stranden ist Teil eines Projekts, das insgesamt 12 Kilometer Küstenstreifen in Oslo verbinden soll, auch wenn die Promenadestrecke Stranden in Aker Brygge nur einen sehr kleinen Teil dieser Strecke ausmacht. Stranden wurde erst 2015 fertiggestellt, hat sich jedoch in dieser kurzen Zeit in ein Zentrum Oslos verwandelt, denn diese Promenade ist immer belebt und zieht mit der Aussicht, den Restaurants, den Caf├ęs und den Boutiquen nun jedes Jahr etwa zwölf Millionen Personen an, sowohl Besucher Oslos, als auch die Einwohner der Stadt. Ein Besuch Oslos ohne einen Spaziergang entlang der Straße Stranden gemacht zu haben, muss als unvollständig bezeichnet werden.

Der Ekebergparken in Oslo
Der Ekebergparken liegt in einem Waldgebiet nahe des ursprünglichen Oslo von dem man heute nur noch einige Ruinen besuchen kann. Dieser Park ist allerdings weitaus mehr als ein Erholungsgebiet, denn im September 2013 wurde hier ein gesamtes Konzept eingeweiht, das erst 2063 abgeschlossen sein wird. Jedes Jahr werden hier Skulpturen bedeutender Künstler in das Landschaftsbild eingebettet, die bis zum Abschluss des Projekts voraussichtlich 100 Millionen norwegische Kronen kosten werden. Bei einem Besuch des Ekebergparks kann man Werke von Künstler wie Salvador Dali, Auguste Rodin, Aristide Maillol, Dan Graham und vielen anderen Künstlern entdecken, ein Spektrum, das von der klassischen Skulptur bis zur modernen Skulptur reicht.
 
Das Nobel Friedenszentrum in Oslo
Das 2005 eingeweihte Nobel Friedenszentrum in Oslo ist ein Museum, das sich vollständig dem Leben von Alfred Nobel und den Preisträgern des Friedensnobelpreises widmet. Sämtliche Ausstellung im Friedenszentrum knüpfen an Konfliktlösungen, Friedensbewegungen und die Arbeiten der Friedensnobelpreisträger. Da es sich dabei um ein sehr umfangreiches Material handelt, wechseln die Ausstellung regelmässig, wobei hier auch ständig Vorträge und Dikussionen über die Menschenrechte gehalten werden. Vor allem im Sommer kann man auch an Führungen in norwegischer und englischer Sprache teilnehmen, die eine Annäherung an die Arbeit des Friedenszentrums erleichtern.
 
Der Skulpturenpark Tjuvholmen in Oslo
Tjuvholmen war bis zu Beginn des Jahrtausends nur ein kleiner, unbeachteter Teil Oslos, wobei der Skulpturenpark, der zu Füssen des Astrup Fearnley Museums liegt, sogar erst 2012 eröffnet wurde. Auch wenn man hier nur relativ wenige Skulpturen findet, so stammen alle von internationalen, modernen Künstlern. Die gesamte Anlage, die auch über einen Badestrand verfügt, wurde, wie das Kunstmuseum, vom italienischen Architekten Renzo Piano geschaffen, der immer im Auge hatte hier einen modernen Teil Oslos zu schaffen in dem sich Meer und Stadt zu einer Einheit findet.

Der Botanische Garten in Oslo
Der botanische Garten in Oslo, der eng mit dem Naturhistorischen Museum verbunden ist, verfügt über rund 5500 thematisch angeordneten Pflanzenarten und bildet eine Oasa innerhalb Oslos. Auch wenn ein Grossteil der Pflanzen in allen Botanischen Gärten Europas zu finden ist, so gibt es hier zwei Abteilungen, die für jeden Besucher Norwegens von grossem Interesse sind, denn hier findet man eine Abteilung, die sich ganz auf Pflanzen konzentriert, die im Raum Oslo und am Oslofjord beheimatet sind, zum anderen findet man auch eine kleine Abteilung mit der bedrohten Pflanzenwelt Norwegens und Pflanzen, die durch ihre Einführung eine Bedrohung für die norwegische Pflanzenwelt darstellt.
 
Das Nationaltheater in Oslo
Das Nationaltheater ist eine der drei Theaterbühnen Oslos und, wie schon der Name sagt, handelt es sich dabei um die wichtigste Bühne der Stadt. Das unter Denkmalschutz stehende Theater wurde 1899 eingeweiht, nachdem eine lange Diskussion über den Standort geführt worden war, da die Universität das Gebäude nicht so nahe dem Universitätsgebäude und dem Parlament sehen wollte. Im Nationaltheater werden vorwiegend klassische und moderne norwegische Stücke geboten, wobei alle Stücke traditionsgemäß in der klassischen Schriftsprache Bokmål geboten werden, einer der drei offiziellen norwegischen Sprachen, die parallel existieren. Auch wenn dies von außen kaum zu ahnen ist, so findet man im Nationaltheater gegenwärtig vier Bühnen für unterschiedliche Aufführungen.
 
Akerbrygge, das moderne Oslo
Bis zu den 80er Jahren fand man in Akerbrygge nichts anderes als eine Werft und mechanische Werkstätten. Als die Werft in Oslo 1982 niedergelegt wurde, entschied man hier einen modernen Teil Oslos zu errichten und bereits vier Jahre später war der erste von vier geplanten Projekten abgeschlossen. Allerdings sollte es noch bis 1998 dauern bis dar heutige Stadtteil Akerbrygge dann endgültig fertiggestellt war und mit rund sechs Millionen Besuchern pro Jahr zu einem der größten Tourismusmagnete der Stadt wurde. Akerbrygge gehört zu den autofreien Zonen Oslos und wurde von zahlreichen Städten Europas als Inspiration für die moderne Stadtplanung genutzt.

Der Schlossplatz in Oslo
Der Schlossplatz im Osten des königlichen Schlosses zieht die Besucher vor allem wegen der Wachablösung und der Parade der Garde an, aber auch, weil es sich dabei um das Zentrum des Schlossparks handelt. Die meisten Besucher gehen daher an der bedeutendsten Sehenswürdigkeit des Platzes vorbei, nämlich der Reiterstatue in der Mitte des Schlossplatzes. Bei dieser Statue handelt es sich nämlich um Karl Johan, der in Schweden auch als Jean Baptiste Bernadotte, beziehungsweise König Karl XIV Johan, bekannt ist, ein Soldat, der in Schweden zum König wurde und der erste König in der Linie des heutigen schwedischen Königshauses war. Nur wer sich etwas mehr mit der norwegischen Geschichte beschäftigt hat, kann die Bedeutung dieser Reiterstatue an diesem Platz wirklich verstehen.